Rock & Pop im Gottesdienst?

Christliche Popmusik gibt es in Deutschland seit  über 50 Jahren. Mittlerweile ist sie aus vielen Gottesdiensten, vor allem in Freikirchen, nicht mehr wegzudenken. Sie ist sowohl Bereicherung als auch Stein des Anstoßes. Es muss ja nicht immer Bach sein. Aber taugen Jazz, Rock und Gospel wirklich zum Lobe des Herrn oder lenkt diese Musik nur vom Wesentlichen ab?

Geistlicher Sinn + Heiliger Geist = Geistliche Musik

Kommentar 1 ist zusammengefasst aus einem ERF-Interview mit Dr. Helge Stadelmann

Popmusik als Knecht des Widersachers

Kommentar 2 ist ein Auszug aus „Popmusik im Gottesdienst?“ von Joachim Rosenthal.


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Kommentare: 3
  • #1

    Dr. Helge Stadelmann (Mittwoch, 02 März 2016 10:45)

    Beim Aufbruch der Erweckungsbewegung des ausgehenden 19. Jahrhunderts trafen auch geistliche Texte auf neue, einfache Melodien, die dann bis in die 70er Jahre in pietistischen Kreisen gesungen wurden. Ernst Gebhardt antwortete einst auf Kritiker: „Der geistliche Sinn eines Textes, sowie der Heilige Geist zu dem der fromme Sänger ein Lied singt, heiligt allein die hierzu gebrauchte Musik und macht diese unbedingt zu einer geistlichen.“ Die heutige christliche Popmusik findet eine breite Zuhörerschaft und transportiert dadurch auch das Evangelium in die säkulare Welt. Als Vater freut man sich, wenn die eigenen Kinder gerne in den Gottesdienst gehen, da sie die Musik mögen und merken, dass sie auch zur Gemeinde gehören. Im Übrigen leitet sich Pop von populär ab, also von Musik für das Volk, oder auch „Volksmusik“.

  • #2

    Joachim Rosenthal (Mittwoch, 02 März 2016 10:45)

    Babylon als die Mutter der Hurerei sitzt an vielen Wassern und treibt ihre Hurerei mit den Völkern und Geistern dieser Welt. Unsere evangelikale Christenheit sitzt in weiten Teilen heute auch an vielen Wassern und lässt sich mit unterschiedlichsten Einflüssen, Methoden, Lehren und Geistern ein, die bei genauer Betrachtung unbiblisch, heidnisch, antichristlich und dämonisch sind. Zu diesen Einflüssen gehören auch Jazz, Rock und Pop mit ihrer zur Unmoral und Hurerei animierenden Wirkung. Die Untreue gegenüber Gott und seinem Wort ist eine der letzten Stufen in einer rasant fortschreitenden Entwicklung, die zum Abfall führt. Wahre Anbetung Gottes kann niemals in einer Vereinigung mit der Welt, dem Zeitgeist und den Finsternismächten geschehen, sondern nur im Geist der Treue und der Wahrheit. (…) Jazz, Rock und Pop erwiesen sich als sehr nützliche Knechte des Widersachers, um die Einflüsse des Heidentums und der antichristlichen Geistes in die Christenheit hinein zu transportieren

  • #3

    Jonas Martini (Freitag, 06 Mai 2016 19:46)

    Moderne Musik war natürlich noch lange nicht zu der Zeit um Jesus Christus bekannt, aber es gibt viele Bibelstellen, in der Gott mit Instrumenten gepriesen wird (David in 2.Samuel 6,5, Psalmen, ...). Deswegen finde ich vorab die Frage, ob überhaupt Musik verwendet werden soll, unnötig. Wieso sollten wir etwas, dass potenziell so schön sein kann, nicht dazu verwenden, um Gott zu ehren? Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Was ist schöne Musik? Wann ist die Musik zu laut/ zu leise? Wann ist die Musik- Ich würde diese Fragen liegen lassen. Manche Leute können Gott mit heavy metal preisen, andere brauchen einen Gregorianischen Choral, wieder andere Jazz, und und und. Die WICHTIGE Frage ist: was SINGE ich? Bin ich dazu bereit, BEWUSST die Texte mitzusingen- oder eben nicht? Jemand, der sich an der Musik stört und dabei die Texte der Lieder außen vor lässt, (Achtung: Meine Meinung) bemängelt GOTTES Schöpfung, indem er von GOTT erschaffene "Ton- und Instrumentkombinationen" (=> Musik) als schlecht verwirft. GOTT erschuf die Erde und sah, dass "ALLES sehr gut war" (Gen 1,31). Jeder von uns Menschen hat gewisse Vorlieben, was Musik angeht, aber wenn GOTT "alles" sehr gut findet, dann kann ich niemanden für seinen Musikgeschmack verurteilen. Ich würde es sogar als gut empfinden, dass es verschiedene Musik gibt, denn andere Leute können sich ja damit identifizieren. Als Beispiel: Ich bin kein Fan von Heavy Metal, aber ich kenne Personen, die dadurch näher zu GOTT kommen können. Soll ich diese Personen als schlecht betrachten, nur weil ich denke, dass ihre Musik unchristlich ist? Wie schon gesagt, ich denke es geht nur darum, ob du den Text, den du hörst, zu Herzen nimmst, und nicht um die Musikrichtung. (Ich bin 19 Jahre alt und bin christlich erzogen worden. Bisher habe ich noch nichts zu diesem Thema studiert :) )