Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben (Joh. 14,6)

Schleichende Veränderung

1882 führte ein gewisser Hopkins folgendes Experiment durch: Zwei Frösche, zwei Töpfe. Beide Frösche setzte man in einen Topf mit lauwarmem Wasser. In einen Topf goss man eine größere Menge heißes Wasser zu. Der Frosch registrierte: Hier ändert sich die Lage dramatisch und er unternahm alles, um das Gefängnis zu verlassen. Im anderen Topf erhöhte man das Wasser pro Minute um 0,1 Grad. Der Frosch unternahm keine Fluchtversuche und starb nach 2,5 Stunden.

Wir leben in einer Welt, in der Gottes Ordnung für die Gesellschaft kaum noch gilt. Die Mehrheit der Christen in den traditionellen Kirchen hat sich dem Trend angepasst. Die Veränderung passiert schleichend. Wenn man sie bemerkt, ist es unbequem, dagegen aufzustehen.

Hätte man in den viel beschworenen 68er Jahren schlagartig die heute verbreiteten Vorstellungen einführen wollen, die zum Beispiel Gott als Schöpfer, die leibhaftige Auferstehung Jesu oder die Autorität der Bibel leugnen, hätten die Leute aufgeschrien: „Unmöglich! So eine Kirche verlassen wir.“

 

Nun werden wir aber seit Jahren weich gekocht. In unserer Bequemlichkeit finden wir keine Kraft, für die Gültigkeit von Gottes Ordnung einzustehen oder gegen ihre Verwässerung etwas zu sagen oder zu tun.

Bekennen zu Gottes Ordnung

Jesus verlangt von seinen Nachfolgern in Bekenntnisssituationen aufzustehen.  Jesus will, dass wir für die Wahrheit Opfer bringen. Er sagt: „Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir“ – und nicht dem Zeitgeist! Das zu sagen, ist der Auftrag der Kirche. Warum? Weil das der Weg zum Leben ist. Jesus sagt im Blick auf diejenigen, die im Topf sitzen bleiben: „wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren;“ fügt dann aber hinzu für diejenigen, die aufstehen: „wer … sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden.“

Wenn wir im Sinn von Jesus, Gottes Ordnung halten, wird sie ein Fundament, das dein Leben stark macht.