Spürst du die Liebe Gottes in dir?

Die leuchtenden Augen des Armen

September 1984. Ich war als Orchestermusiker auf Spanientournee. Die Städte kamen mir total ärmlich vor. An einem Tag fuhr der Bus durch die herunter gekommenen Vororte von Bilbao ins Zentrum. Durch die Scheiben beobachtete ich Leute auf der Straße und dachte: „Bin ich froh, dass ich da nicht leben muss!“

 

Mir fiel ein Mann auf. Er saß am Straßenrand und bot Waren an. Rund herum Staub und Dreck. Aber seine Augen leuchteten. Er war glücklich! Im Angesicht dieses Menschen erkannte ich, wie unglücklich ich war und wie sehr ich mich von Gott entfernt hatte. Die Sünde – die Trennung von Gott mit allen Auswirkungen und meiner damit verbundenen Hoffnungslosigkeit  - stand glasklar vor mir.

Noch immer saß ich im Bus. Aber es war etwas passiert: Ich hatte einen Blick bekommen für das, was zählt. Ich empfand eine tiefe Liebe zu jenem Mann. Ich spürte etwas davon, dass wir alle Kinder eines Vaters sind.

Jesus sagt zu seinen Nachfolgern: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen und werdet meine Zeugen sein.“ 

Was gibt es für Jesus zu bezeugen?

Die Antwort ist klar: Gottes Liebe zu allen Menschen. Für mich hat diese Liebe damit angefangen, dass der Heilige Geist durch die leuchtenden Augen eines Armen mich vorbereitete, anderen sein Evangelium zu erzählen.

 

Spürst du diese Menschenliebe Gottes in dir? Du musst nicht predigen. Aber Jesus will, dass du seine Mission unterstützt, nämlich die Welt mit der Vaterliebe Gottes zu erreichen.  Worauf wartest du? Da bekommt dein Leben Sinn.